Chamoson – Chippis: Beginn der Vorarbeiten vor Ort

22.01.18

Im September 2017 hatte das Bundesgericht die letzten Beschwerden gegen das Leitungsprojekt abgewiesen. Im Januar 2018 startet Swissgrid mit den Vorarbeiten für den Bau der neuen 380-kV-Freileitung Chamoson – Chippis. Die Errichtung der Masten soll schrittweise ab August 2018 beginnen.

Die neue 380-kV-Freileitung Chamoson – Chippis verbindet auf einer Länge von 29,2 km die Unterwerke Chamoson und Chippis. Um die Leitung zügig fertigzustellen, wurde das Trassee in fünf Arbeitsabschnitte aufgeteilt:

Abschnitt 1 – Gemeinden Chalais, Chippis und Siders
Abschnitt 2 – Gemeinden Sitten und Vex
Abschnitt 3 – Gemeinden Sitten und Grône
Abschnitt 4 – Gemeinden Nendaz und Sitten
Abschnitt 5 – Gemeinden Chamoson, Ardon, Vétroz, Conthey und Sitten
Ab Januar 2018 werden die Rodungs- sowie die Absteckungsarbeiten in den Abschnitten 1 und 2 durchgeführt. Mit dem Bau der Leitung wird in diesen Abschnitten im August 2018 begonnen. Im Laufe des Jahres erfolgen auf dem Abschnitt 4 geotechnische Untersuchungen. Ab 2019 soll der Bau auf den Abschnitten 3, 4 und 5 beginnen. In der Regel dauert die Errichtung einer Freileitung zwei bis drei Jahre.

Beseitigung von 90 Kilometer Freileitungen

Mit der Inbetriebnahme der 380-kV-Freileitung Chamoson – Chippis entfallen fast 90 Kilometer Freileitungen und 322 Masten im Rhonetal. Eine Auflage in der im Jahr 2010 vom Bundesamt für Energie erteilten Baugenehmigung verpflichtet Swissgrid zum Abbau dieser 90 km Stromleitungen unmittelbar nach der Inbetriebnahme der künftigen Leitung.

Eine Notwendigkeit
Die Realisierung der 380-kV-Freileitung Chamoson – Chippis ist nötig, um die in den Walliser Kraftwerken produzierte Energie – insbesondere diejenige im neuen Pumpspeicherwerk Nant de Drance – in die Verbraucherzentren der Region Arc Lémanique und des Mittellands zu transportieren. Die neue Leitung beseitigt einen der grössten Engpässe im Schweizer Übertragungsnetz. Die Modernisierung des Übertragungsnetzes ist ein Schlüsselfaktor für eine nachhaltige Energiepolitik, die vom Bund und der Bevölkerung durch die Energiestrategie 2050 angestrebt wird. Weitere Projekte zur Verstärkung und zum Ausbau des Höchstspannungsnetzes im Wallis sind geplant, insbesondere die Spannungserhöhung der Freileitung Chippis – Bickigen von 220 kV auf 380 kV sowie der Neubau der 380-kV-Leitungen Chippis – Mörel und Mörel – Ulrichen.

Initiative des Staatsrats des Kantons Wallis
Der Staatsrat des Kantons Wallis hat im November 2017 die Initiative ergriffen für eine teilweise Erdverlegung der Höchstspannungsleitung zwischen Chamoson und Ulrichen neue Analysen durchzuführen. Dafür wird ein Lenkungsausschuss eingesetzt. Swissgrid stellt die entsprechende Fachkompetenz zur Verfügung. Gleichzeitig wird die 380-kV-Freileitung Chamoson – Chippis gebaut.  (swissgrid)

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